Nach den Sportferien wählten wir als Thema für die Unterwegs-Tage: ‚Der Blick – sehen – blind sein‘. Dazu gab es drei verschiedene Impulse. Bei Dayane lernten die Kinder die verschiedenen Teile des Auges kennen. Bei Daisy haben sie verschiedene Bilder mit optischen Täuschungen angeschaut und bei mir haben die Kinder gehört, wie sich blinde Menschen orientieren und wie die Braille-Schrift aussieht.
Die Impulse fanden bei schönem Wetter an unserem Waldplatz und bei Regenwetter in der Filasez statt.
Zum Abschluss dieser Themenreihe hat uns Janka besucht. Janka ist blind. Sie kam mit ihrem Blindenführhund Oreo zu uns. Wir haben viele Sachen gelernt. Sie hat uns erzählt, dass sie froh ist, wenn sie von einem Menschen geführt wird, wenn sie in einer neuen Umgebung ist. Sie hat uns sehr gebeten, die Relieflinien (z.B. am Bahnhof) frei zu lassen und aufmerksam zur Seite zu gehen, wenn Menschen mit einem weissen Stock oder einem Blindenhund vorbei kommen.
Wir haben auch gelernt, dass man Blindenführhunde nicht ungefragt anfassen darf. Vor allem, wenn sie im Führgeschirr – also am Arbeiten! – sind. Die Blindenführhunde werden mit 11 Jahren in die Pension geschickt (manchmal auch schon früher). Dann muss Janka eine Weile warten, bis sie wieder einen neuen Hund erhält. Die Hunde dürfen das erste Jahr bei einer Familie sein, bevor sie für ungefähr ein Jahr in die Hundeschule gehen. Nicht alle blinden Personen wollen einen Hund haben, da man sich immer gut um ihn kümmern muss (füttern, pflegen, Gassi gehen, etc.).
Als kleines Dankeschön für Janka haben wir eine Karte gestaltet mit vielen Dingen zum Anfassen drauf: Muscheln, einen kleinen Tannzapfen, Steinchen und Federn. Wir haben mit Heissleimpunkten ‚MERCI‘ und ‚FILASEZ‘ geschrieben und Janka konnte es tatsächlich tastend erlesen!
Es war ein sehr schöner Abschluss von einer sehr interessanten Themenreihe! Nun freuen wir uns aufs nächste Thema: Wasser und Musik – Wassermusik!





