Ein alternative Tagesschule, die einen anderen Weg geht
Viele Eltern spüren: Die Regelschule passt nicht für jedes Kind. Manche Kinder brauchen mehr Bewegung, mehr Zeit, mehr Raum für eigene Fragen. Andere lernen besser durchs Tun als durchs Zuhören. Wieder andere blühen auf, wenn sie nicht mit 24 Gleichaltrigen im selben Takt funktionieren müssen. Die Filasez ist für diese Kinder da. Eine alternative Tagesschule in Winterthur, die bewusst einen anderen Weg geht. Einen Weg, der auf Vertrauen baut, auf echte Erfahrungen und auf die Überzeugung, dass jedes Kind seinen eigenen Lehrplan mitbringt. Hier erfährst du mehr über die Pädagogik der Filasez Schule in Winterthur.
Das Menschenbild der Filasez Schule
Wir gehen davon aus, dass in jedem Menschen ein gesunder Kern angelegt ist, der sich entfalten möchte. Kinder wollen lernen, wachsen und die Welt verstehen – aus sich selbst heraus. Sie bringen alles mit, was sie dafür brauchen: Neugier, Tatendrang und den Wunsch, dazuzugehören.
Unsere pädagogische Arbeit setzt bei dieser inneren Kraftquelle an. Wir schaffen Räume, in denen Kinder ihren eigenen Weg finden können – begleitet, aber nicht gesteuert. Nicht wir formen die Kinder. Wir geben ihnen die Möglichkeit, sich selbst zu formen.
«Kinder wollen nicht beschult werden. Sie wollen verstehen, wie die Welt funktioniert.»
Die Grundwerte der Filasez Schule
Vertrauen
Wir glauben an die innere Kraft jedes Kindes. Neugier, Sinn und Interesse treiben das Lernen an – unser Job ist es, diesen Antrieb zu schützen. Wir trauen Kindern etwas zu und geben ihnen den Raum, eigene Wege zu finden.
Erfahrung & Sinn
Lernen passiert in Berührung mit der Welt – über alle Sinne, draussen und unterwegs. Wenn Kinder verstehen, wozu etwas dient, entsteht nachhaltige und vertiefte Bildung. So können sie ihrem inneren Lehrplan folgen und an ihren Stärken anknüpfen.
Eigenständigkeit
Kinder werden zu selbstständiger Arbeit hingeführt. Wahlangebote und Planarbeit geben ihnen den Raum, sich eigene Ziele zu setzen. Wir respektieren Lerntyp und Lerntempo – und begleiten sie dabei, Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen.
Kreativität
Wer kreativ denken darf, kann Probleme mit Ideenreichtum lösen und neue Wege gehen. Im freien Spiel entfalten Kinder ihre Fantasie, entwickeln Ideen und lernen, diese mit anderen zu teilen. Sie erkunden, gestalten und erschaffen – mit allen Sinnen.
Gemeinschaft
Wir lernen voneinander – in Respekt und Wertschätzung. Ältere helfen Jüngeren, Jüngere inspirieren Ältere. Das Lernen entsteht aus dem Alltag des Zusammenlebens. Alle haben eine Stimme und werden gehört – so entsteht ein Miteinander, das trägt.
Resilienz
Wir ermutigen Kinder, ihr Bestes zu geben – auch wenn nicht alles gelingt. Erfolg und Misserfolg gehören zum Alltag dazu. Selbstwirksamkeit wächst mit jeder Hürde, die ein Kind überwindet, und mit jedem Problem, das es selbst löst.
«Die Filasez arbeitet nicht nach einer bestimmten Methode, sondern nach dem aktuellen Stand der Entwicklungspsychologie. Sie ist nicht dogmatisch und kann sich mit neuen Erkenntnissen weiterentwickeln. Dank ihrer geringen Grösse hat sie die Möglichkeit, sich auf die verschiedenen Kinder und ihre Eigenheiten im Lernen einzustellen. Mein Kind ist selbstbewusster geworden. Es wird in seiner Einzigartigkeit geschätzt, muss sich nicht verbiegen, und trotzdem ist ein gemeinsames Sein möglich.»
Unsere Pädagogik im Detail
Unsere Pädagogik ist kein abstraktes Konzept – sie zeigt sich in bewussten Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen. Jede dieser Entscheidungen hat einen Grund.
Lehrplan 21 – unser Rahmen
Der Lehrplan 21 bildet die verbindliche Grundlage unseres Unterrichts. Alle Kompetenzen, die Kinder in der Volksschule erreichen sollen, werden auch bei uns erarbeitet – einfach auf anderen Wegen. Ergänzend dazu hat jedes Kind einen individuellen Lernplan, der seine Begabungen, Interessen und sein Tempo berücksichtigt. Beides hat bei uns den gleichen Stellenwert. So stellen wir sicher, dass Kinder jederzeit anschlussfähig sind – ob für den Übertritt in eine weiterführende Schule oder einen anderen Bildungsweg.
Die Welt als Lehrmittel
Echtes Lernen beginnt dort, wo Kinder der Welt begegnen – nicht nur im Schulzimmer. Wir arbeiten mit realen Fragen, echten Materialien und konkreten Projekten. Ob auf dem Markt, im Wald, in der Werkstatt oder im Gespräch mit einer Fachperson: Kinder lernen am nachhaltigsten, wenn das, was sie tun, einen spürbaren Bezug zu ihrem Leben hat.
Keine Noten – dafür echte Rückmeldung
Noten messen Leistung zu einem bestimmten Zeitpunkt. Sie sagen wenig darüber aus, was ein Kind wirklich kann, wo es gewachsen ist oder was es gerade beschäftigt. Deshalb verzichten wir darauf. Stattdessen erhält jedes Kind am Ende des Semesters einen persönlichen Lernbericht: eine differenzierte Rückmeldung zu seiner Entwicklung, seinen Fortschritten und seinen Stärken. So bleibt die Freude am Lernen im Zentrum – nicht die Angst vor einer Zahl.
Keine Hausaufgaben – weil Freizeit zählt
Lernen passiert bei uns in der Schule – intensiv, begleitet und in einem Umfeld, das dafür gestaltet ist. Nach der Schule sollen Kinder spielen, sich bewegen, ihren eigenen Interessen nachgehen oder einfach nichts tun. Wir sind überzeugt: Kinder, die ihre freie Zeit wirklich frei gestalten dürfen, kommen am nächsten Morgen neugieriger und motivierter zurück.
Altersgemischtes Lernen
In unseren Gruppen lernen Kinder unterschiedlichen Alters zusammen – so wie es in Familien, Vereinen und später im Berufsleben auch ist. Jüngere Kinder profitieren von Vorbildern, ältere vertiefen ihr Wissen, indem sie es weitergeben. So entstehen natürliche Lernbeziehungen, Verantwortungsbewusstsein und ein starkes Gemeinschaftsgefühl.
Fächerübergreifend statt in Schubladen
Die Welt lässt sich nicht in 45-Minuten-Lektionen aufteilen. Wenn Kinder einen Pausenkiosk planen, brauchen sie Mathematik fürs Budgetieren, Sprache für die Werbung und Teamarbeit für die Organisation – alles gleichzeitig. Wenn sie einen Schulausflug selbst auf die Beine stellen, wird Recherchieren, Planen und Verantwortung übernehmen ganz selbstverständlich. Wir arbeiten in Projekten und Themenzyklen, die solche Zusammenhänge sichtbar machen und vernetztes Denken fördern.
Sprachen leben statt büffeln
Fremdsprachen lernt man nicht aus dem Lehrbuch, sondern indem man sie braucht. Deshalb begleiten muttersprachliche Assistenzen unseren Alltag – sie kochen mit den Kindern auf Französisch, erzählen Geschichten auf Englisch oder begleiten Ausflüge in einer anderen Sprache. So wird Mehrsprachigkeit etwas Selbstverständliches.
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